Gestern hab ich lange nachgedacht warum mir die arabischen Menschen eher fremd sind.

Eine Besonderheit ist deren Bemühen aufzufallen, gesehen zu werden. Es geht nichts leise oder in sich selbst gekehrt, alles muss Aussenwirkung haben. Begrüssungen erfolgen schreiend, so dass auch der Letzte im Kaffee oder Restaurant es registriert. Laute arabische bumfzack Musik aus Pferdekutschen, gezogen von offensichtlich misshandelten Tieren.

Daraus entsteht für mich eine empfundene Aggressivität.

Beispiel sind auch die Moscheen im Vergleich zu Synagogen. Moscheen sind auffällig grün illuminiert, der Muezin ruft laut zum Gebet, Gruppen von Männern sitzen vor dem Eingang rum… eine Synagoge erkennt man nur schwer, den Juden ist es scheinbar egal ob man ihrere Gebetsräume findet, Hauptsache sie finden hin.

Auffällig ist auch die Trennung nach Geschlechtern im täglichen Leben. Männer treten oft in ( lauten ) Gruppen auf, aber immer ohne Frauen. Diese sind meist zu zweit und mit Kindern unterwegs. Paare sieht man sehr selten. Abends, in Kaffees oder Shishabars, sind nur Kerle unterwegs.

Es klingt  so, aber das ist keine Wertung sondern meine Empfindung, die mir aber ein kleines bisschen den Spaß verdirbt und über die ich aber auch nicht hinweg gegen kann.

 

Heute Stadtbesichtigung.

Zu Beginn die tunesische Synagoge. Sehr ungewöhnlich mit vielen Mosaiken und bunten Glasfenstern. Man erkennt deutlich, dass das dauernde Lernen und hnd Beschäftigen mit den Texten einen grossen Raum einnimmt . Ansonsten wieder meine Erkenntniss, dass ich keine Ahnung von der Religion und hnd von den Gebräuchen und Symbolen habe.

 

 

Unter der Altstadt gibt  es noch eine zweite, ältere Altstadt. Diese verschwand unter der Erde, als neue Bauherren die alten Strassen und Gebäude zuschütteten und auf dem daraus entstandenen neuen „Fussboden“ ihre neue Stadt bauten.

Nach den Ausgrabungen findet man dort Strassen, riesige Räume, Hallen, Treppen die ins Nichts führen… Alles sehr gut präsentiert mit Videoinstallationen, Audioguide etc. Das Team an Museumsgestaltern hat einen super Job gemacht.

Zum Schluss kann man noch einen alten Hamam besuchen.

Auf dem Souk gab’s dann viel Kitsch, ein paar phantastische Gewürzläden, Fisch, Fleisch, Obst und Elefantenhosen.

Der erste Tag begann mit einem wunderbar israelischem Frühstück. Shakshuka mit Blick aufs Meer.

Danach an den See Genezaret, auf Jesus Spuren wandeln.

Erste Station war die Kirche auf dem Berg, auf dem J die Bergpredigt gehalten hat, die Beatitudes Church.

Was soll ich sagen, ich altes Lästermaul war wirklich berührt von dem Ort.

Er hat etwas sehr spirituelles, ganz ungewohnt für christliche Orte. Pilgergruppen in der Kirche sangen Lieder in ihrer jeweiligen Sprache und die wundervolle Bedeutung der Worte in dieser Predigt wurden mir bewusst, sehr berührend. Ich denke, dieser Ort sollte Zentrum und Symbol des Christentums sein, nicht Rom und auch keine Kreuzigung, Tod und Qual.

Weiter nach Kapernaun. Dort hat er gelebt und sich mit Petrus getroffen. Außerdem Fische vermehrt, übers Wasser gelaufen, Lahme geheilt,….

Nichts besonderes, eine sehr hässliche moderne Kirche mit eine Loch in der Mitte durch welches man Reste des Hauses von Petrus sehen kann. Dazu viele alte Steine, eine Synagogen Ruine.

Am Nachmittag dann nach Sefat. Eine absolut jüdische Stadt in der sonst viel los sein muss. Heute, am zweiten Tag des Neujahrsfestes war völlige Ruhe. Viele orthodoxe jüdische Familien in ihrer Feiertag Kleidung auf dem Weg von oder zur Synagoge. Kleine Jungs mit Kipa und ersten Schläfenlocken, Männer in schwarzen Anzügen mit weißen Hemden, Westen und den rituellen Tüchern, manchmal mit Hut oder Pelzmütze. Frauen in hübsche Kleidern und Kopftuch, welches aber immer das Gesicht frei lässt.

Eine andere Welt. Freundlich, befremdlich, spannend, ehrlichen Respekt verdienend.

Sefat braucht einen weiteren Besuch, wenn kein Feiertag ist.

Nach der Ankunft und Einreise den Mietwagen abgeholt. Der Hertz-Mann ist ein guter Verkäufer und hat gleich ein Upgrade und eine Vollkasko an mich gebracht. 

Noch zur Einreise. Das ganze Prozedere dauerte keine Minute. Pass vorlegen, ein paar Fragen zur geplanten Reiseroute, das wars. Da sind die Amis viel schlimmer. 

Mit dem Mazda und dem TomTom ging es los nach Akko. Die Straßen sind gut, der Verkehr nicht schlimm. Einzig Sicherheitsabstand spielt keine Rolle, sonst ist es nicht viel anders als bei in uns. 

Akko ist eine sehr alte Kreuzfahrer-Osmanen-Seeräuber-etc Stadt im Norden. Da wir am jüdischen Neujahrstag angereist sind, wäre normalerweise alles geschlossen und ruhig, aber nicht in Akko. Da die Stadt heute sehr arabisch geprägt ist, und den Muslimen die jüdischen Feiertage Wurst sind, tobte der Bär. 

Der erste Rundgang am frühen Abend führte in die Moschee und durch die engen alten Gassen. Alles etwas schmuddelig, viele Katzen, aber auch immer wieder tolle Strässchen, Durchgänge, Fassaden und Häuser. 

Ein insgesamt gemischter Eindruck.

 Ein erstes tolles Abendessen, der wahre Grund für die Reise, beendeten den Tag.

 

Auf dem Weg ins Hotel noch durch das Schlafzimmer der Schwalben gelaufen. Sorry liebe Schwalben.

 

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Soll man am Flughafen sein. Für Flüge nach Israel beginnt der Checkin schon drei Stunden vor dem Start. Die Kontrolle ist ein wenig strenger und immer unter Bewachung durch bewaffnete Polizisten. Auch wenn es nicht piepst, wird per Hand nachkontrolliert.

Nach der Pass Kontrolle landet man in einem speziellen Wartebereich, in dem es außer einem grausigen Kaffeeautomaten nichts gibt. Doch, ein Wagen mit dutyfree Verkauf. Dort gibt es wenigstens Toblerone.

Laos ist ein sehr schönes und außergewöhnliches Land. 

Man bekommt sehr viele exotische Eindrücke ohne sich dabei unsicher zu fühlen.

Alles geht entspannt und friedlich zu. Die Städte sind klein und überschaubar, man läuft also weder Gefahr sich zu verirren noch die Dinge von Interesse nicht zu finden. Der Verkehr ist nicht schlimm, kein Vergleich mit Vietnam oder auch nur Deutschland.

In Vientiane und Luang Prabang kann man sich gut zu Fuß, mit dem Tuktuk oder einem Leihfahrrad bewegen.

 

Das Essen ist lecker und am ehesten mit Thai zu vergleichen. Nicht so raffiniert wie in Vietnam und um einiges schärfer. Sowohl das Streetfood als auch die besseren Restaurants waren immer sehr lecker. Getränke gibt es alle Üblichen plus das Lao-Beer. Nicht gut ist nur der Kaffee. Dafür kann man ruhig in eine, der auch in Laos vorhandenen Ketten gehen.

 

Rauchen ist an vielen Orten und den meisten Restaurants auch im Aussenbereich verboten. Es rauchen viel weniger Leute als in Vietnam.

 

Shopping lohnt nur für die üblichen Souvenirs und Handcraft Produkte der Ethnien. Es gibt auch keine großen Malls oder Einkaufsstraßen.

 

Vom Sozialismus sieht man in Laos fast nichts mehr. Keine Plakate, wenig Denkmäler, keine Lautsprecherdurchsagen, wenig Fahnen. Nur die Schüler mit ihren Pionierhalstüchern erinnern ein bisschen an die DDR.

 

Polizei und Militär sind nicht präsent. Ein paar Verkehrshüter und Sicherheitsleute vor Juwelieren, das war alles.

 

Armut ist nicht sehr sichtbar. Auch in Laos gibt es Bettler und Menschen leben in Hütten. Auf dem Land und vom Fluss aus sind Dörfer zu sehen die elend aussehen, keinen Strom haben, und auch weit von allen Bildungs- und medizinischen Einrichtungen entfernt sind. Wie es den Menschen dort geht kann ich nicht einschätzen, zumindest aber macht niemand den Eindruck, dass es ihm unmittelbar sehr schlecht geht.

 

In den Städten fällt ein Reichtum an dicken Autos auf. Dort sind mehr Landcruiser unterwegs als bei uns. Automässig übrigens alles in Toyota Hand. Das einzige deutsche Auto in LP war ein schwarzer 200D.