Erstmal das Auto abgegeben. Alles ganz einfach. Dank der Vollversicherung einfach stehen lassen und die Abrechung kommt per Mail.

Mit unserem Uber-Skill von der Anreise war es kein Problem, uns dann zur Cathedral bringen zu lassen.

Die größte Großbritanniens. Nicht sehr alt, sie wurde erst 1978 fertig gestellt. Der Stil ist Neogotisch. Der Innenraum ist 130m hoch. Einfach gigantisch. Die Deko ist relativ schlicht mit durchaus modernen Kunstwerken.

Man kann den Turm besteigen bzw. mit zwei Aufzügen befahren, und hat dann eine grossartige Aussicht über die Stadt mit Blick bis nach Wales.

Aus dem Tunnel unter dem River Mercy landet man direkt im Zentrum von Liverpool mit einem ersten Blick auf die Türme mit den Liverbirds.

Das hat mich an das erste ans Licht kommen aus der Subway in NYC erinnert. Da steht man auch plötzlich unter den Wolkenkratzern.

Das Hotel liegt mitten in einer Fußgängerzone. Aber zum Glück war Sonntag und die paar Minuten Falschparkens sind niemandem aufgefallen.

Der erste Walk führte gleich zu vielen der großen Attraktionen der Stadt. Albert Dock, Waterfront, Three Graces (Harbour Port Building, Cunard Building, Royal Liver Building), Museen von außen, Beatles-Statuen,

Nach dem türkischen Essen auf dem Heimweg standen wir plötzlich vor dem berühmten Cavern Club. Der legendäre Club in dem die Beatles ihre ersten Auftritte hatten. Eine laute Straße mit Pubs, Clubs und alles irgendwie der Rockmusik verbunden (und dem Saufen und dem Geld)

Caernarfon

Nach einer lauten Party-Nacht ohne unsere direkte Beteiligung aufgewacht und sofort die Richtigkeit der Wettervorhersage geprüft. Es schein wirklich die Sonne!

Und sofort ist ein ganz anderes Lebensgefühl. Die Menschen lächeln und genießen Wärme und Licht.

Caernfon wird von einem großen, mächtigen Castle bestimmt. Irgendein Edward hat diese ganzen Burgen als Ring of Fire in Wales bauen lassen um seine Macht als englischer König über Wales zu zeigen und zu festigen.

Wirklich sehr beeindruckend was die Menschen damals gebaut habenden wieviel davon erhalten ist. Die Türme der Burg bieten tolle Ausblicke auf Stadt, Meer und das Hinterland.

Das Essen ist wesentlich besser als das die ganzen Witze über britische Kochkunst befürchten lässt. Wir waren meist in Pubs essen und da gab es immer sehr schmackhafte und aus guten Zutaten zubereitete Gerichte. Alles meist gelb wegen der Panade und den Pommes. Gesund ist sicher etwas anders. Am Meer wunderbaren frischen Fisch und der auch mit Kochkunst bereitet.

In den Cafés gibt es Scones und die wirklich tollen Welsh Cookies.

Zum Trinken Cider und Bier. Der Cider den ich probiert habe, hat mir besser geschmeckt als der französische Cidre.

Bier in ganz vielen Varianten und Sorten. Das allgegenwärtige Guiness, aber auch immer mehrere andere Sorten vom Fass. Teilweise mit ganz wenig Kohlensäure so dass das Bier in die Gläser gepumpt wird. Die Craftbiere mit Maracujahopfen gibt es auch in vielen Varianten.

Da können wir mit unseren brauereigebundenen Kneipen und Restaurants nicht mithalten.

Bestellt wir grundsätzlich am Tresen. Meistens auch das Essen. Und es wird auch gleich bezahlt.

Bezahlen geht wirklich überall kontaktlos mit dem Handy. Die getauschten Pfund waren nicht nötig und auch die Karte hab ich nie gebraucht.

Und dem Oktoberfest entkommt man hier auch nicht. Über die Bedeutung von „Full stein ahead“ rätsel ich noch.

Der letzte Tag hier und wir wollten keinesfalls Auto fahren. Also spätes Frühstück und dann ans Meer. Nochmal eine andere Erfahrung. Es war Niedrigwasser und Mann kann dann sicher 200 m weit rauslaufen und an den der Steilküste die Höhlen und Felsen anschauen. Einige große Steine sind über und über mit Muscheln bewachsen und allerhand anders Meeresgetier lebt dort.

Ein Paradies für Menschen, Fische und Hunde.

Am Nachmittag dann das schon lange geplante Hummer-Essen. Für einen ganzen Hummer fehlte der Mut und die Fähigkeit ihn zu essen. Also eine Hummer Brötchen und eine Dose Bier dazu direkt am Meer. Besser geht es auch beim Fine Dining nicht.

Eine etwas weitere Fahrt über Land nach Tenby. Ein malerischer Ort am Strand, na eigentlich an mehreren Stränden, mit bunten Häusern und vielen schönen Geschäften. Leider ist das Wetter wirklich nicht nett zu uns und die Eindrücke sind dadurch, im wahrsten Sinne, getrübt.

Auch hier sind wieder die immer überraschenden Effekte der Gezeiten zu beobachten. Boote die im Hafen auf Sand liegen, lange Leinen und ein paar Stunden später schwimmt wieder alles munter umher.

Auf der anderen Seite des Ortes dann ein weiterer langer Strand, der im Dunst am Horizont verschwindet. Oben auf der Steilküste bunte Häuser. Die Klippen darunter sind Höhlen und kleine Treppen winden sich immer wieder hinauf.

Was bei uns die Feuerwehr scheint hier die Lifeboat zu sein. Betrieben von Volonteers und offensichtlich gut ausgerüstet wartet das orangene Boot auf den Einsatz. Der beginnt mit einer Fahrt auf der Rutsche ins Meer.

Zum Schluss noch ein weiteres Castle. Spannend hier die Beflaggung. alle Fahnen die in Wales wichtig sind.

Fast vergessen:

(Tapfer, sieht aber schlimmer aus als es ist bei 17 Grad Luft und Wasser)

Es gibt hier sicher ganz viele Ort die es lohnt zu besuchen und anzuschauen, aber zwei werden im Reiseführer besonders hervorgehoben. St.Davis und Tenby.

St.Davis die kleinste City von UK. Hat weniger als 2000 Einwohner:innen aber eine Cathedral…und deswegen das Stadtrecht.

Hier hat der Nationalheilige St.Davis gelebt. Ein sehr sympathischer Heiliger. kein Martyrium, kein Blut, keine Gewalt…dafür Daffodils, Wasser, Wind, Fels und Tiere.

Die Kathedrale steht gewöhnlich in einer Senke. Man sieht keine alles überragenden Türme, sondern erst wenn man über die Mauer schaut, die Schönheit der Anlage.

Eindrucksvolle Decken, viele Grabmal. Besonders die Decke des hohen quadratischen Turms. Das ist ungewöhnlich.

Der Ort selbst in der Hand von Geschäften für die Besucher:innen. Mode, Schmuck, Krimskrams und der erste Laden mit Wollpullovern.

Ein Pub natürlich auch und die schenkten sogar Staropramen aus.

Auf dem Heimweg nach Little Haven haben wir noch an einem besonderen Strand halt gemacht. Bei Flut geht das Meer bis an einen langen Wall aus Pebbles – Steinen. Mit dem Dunst, den hohen Wellen und dem Geräusch der bewegten Steine – eine fast mystische Stimmung.

….embrokshire.

Sonne…es geht auf den Coastlepath. Auf dem könnte man die ganze Küstenlinie Wales abwandern. Aber wir gehen nur einen winzigen Teil. Ist bestimmt schön und anstrengend. Zumindest hier geht es immer Bergauf und Bergab, den Kliffs folgend.

Tolle Aussichten auf das Meer. Das ist heute wieder deutlich ruhiger und grün-grau.

Der Pfad führt durch hohe Hecken, kleine Eichenwälder, Farnfelder und unter Apfelbäumen. Die wurden durch den Sturm abgeerntet und alle Äpfel liegen auf dem Weg.

Am Nachmittag dann noch über den Hügel ins Nachbardorf. Ein großer breiter Sandstrand. Im Sommer sicher toll, jetzt nicht so sehr.

Nach einer wirklich stürmischen Nacht begrüßt uns die Sonne.

Checkout, kleines Frühstück und noch das Viertel mit dem Museum und den Regierunsgebäuden besuchen.

Auf dem Nationalmuseum weht die Regenbogenflagge (und es gibt auch einen Flagge auf der Straße direkt vordem Castle). Stabil in Wales.

Viel heroischer Kram steht rum. Denkmäler für alle Krieg und Krieger.

Letzte Station in Cardiff ist die Cathedral. Nichts Besonderes im Vergleich mit den englischen in Exeter oder Wels.

Auf dem Weg nach Pembrokeshire noch einen Stop an einer großen mittelalterlichen Burg in Caerphilly. Ein Mordsding. Der Ort dazu eher traurig.


Der Ort am Meer in dem wir nun für vier Tage bleiben heisst Little Haven. Und so sieht er auch aus. Eine sehr steile enge Straße führt hinunter in ein hübsches romantisches Dörfchen mit einer tollen Bucht und drei Pubs. Im Sommer ist hier sicher der Bär los.

Der Sonntag beginnt trübe und der Wetterbericht verspricht Regen.

Also gleich los an die Cardiff Bay. Ein Quartier,welches vor 25 Jahren mit viel Aufwand auf alten vergammelten Hafenanlagen gezaubert wurde. Der Tidenhub in C beträgt ca. 10m. Deswegen fielendie Hafenbecken bei Ebbe trocken und verwandeln Wochen Schlammlöcher. Um das zu verhindern hat man einen großen Damm gebaut, Alte Hafenanlagen sind modernen Gebäuden mit Shopping, Kneipen etc, gewichen.

Naja, bestimmt bei gutem Wetter eine tolle Sache. Wir haben es eher trist und trüb gesehen.

Wieder zurück in der City war die Besichtigung des Castles der nächste Programmpunkt. Welcher König auch immer das Ding gebaut hat, nicht schlecht. Besonders die Inneneinrichtung beeindruckt. Die ist aber auch nicht so alt.