Warschau – POLIN

Freitag, 18. September 2026

Heute geht es auf Spuren des früheren jüdischen Lebens in Warschau.

Noch aus dem Bett die Karten für das Museum POLIN bestellt. Am Ende nicht nötig, der Andrang war nicht sehr groß.

Start mit einem Kaffe bei Café Nero. Eine weitverbreitete Kette die aber sympathischer als Starbucks ist.

Voller Optimismus den Weg von gestern Abend zurück gegangen um wieder an dem Denkmal auszukommen. Aber das klappt in Warschau nicht so gut. Für den Fremden sieht vieles ähnlich aus und die Orientierung an großen Landmarken funktioniert nicht. Es ist eben eine Großstadt.

Die Verirrung führte aber an einem anderen bekannten Denkmal vorbei.

Nach ein paar weiteren Querstraßen sind wir dann doch wieder auf dem Platz gelandet

Das Denkmal ist groß und nimmt eigentlich einen ganzen Straßenzug ein. Ein Guide erzählte seiner Gruppe auf Englisch mit deutlichem Furor, warum die Polen die Russen nicht mögen…. We tried to get rid off them .

Das POLIN ist ein Museum über die Geschichte der Juden in Polen, nicht mit dem Focus auf den Holocaust sondern weit zurück reichend auch. Ein modernes eindrückliches Gebäude und eine wunderbare Ausstellung.

Die Häuser stellen die Häuser der früheren Bewohner:innen dar. Für sie soll immer ein Platz sein.

Das Museum selbst steht mitten im ehemaligen Ghetto. Dorthin haben die Nazis alle Jüdinnen und Juden zwangsweise umgesiedelt. Eine Stadt in der Stadt. Von dort wurden sie in die Vernichtung geschickt und dort gab es eine der wenigen Aufstände.

Auf dem Platz ein riesiges Denkmal vor welchem Kanzler Willi Brandt auf die Knie gefallen ist.

Von dem Ghetto sind nur wenige Spuren zu sehen. Nach dem Krieg wurden wieder Wohnhäuser auf dem Trümmern errichtet. Eine aktuelle Ausgrabung zeigt, dass sich hier überall noch Spuren befinden.

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