Nach einem guten Frühstück, ( arrrggg, Leute die Essen fotografieren)  
ging es vom berühmten Grass Valley an die Pazifikküste. Das waren noch mal 4 Stunden Autofahrt durch Obstanbaugebiete, Felder, Berge und durch die ersten Redwood Wälder. Sehr abwechslungsreiche Landschaft, aber wir waren froh, endlich die lange Fahrt hinter uns zu haben.
Gelandet sind wir in Menodocino, welches mir vor allem durch das schöne Lied bekannt ist.Ein verschlafener Ort. Hier scheint die Zeit zu stehen. Nach der Menge der Gallerien zu urteilen, leben und arbeiten hier viele Künstler und auch eine Menge alter und neuer Hippies sind da. Ein Hauch von Kräutertabak weht um manche Ecke.

Ein langer Tag im Auto endet im Holbrook Hotel in Grass Valley in the middle of nowhere.Gutes Essen und nun Bier mit Livemusik.
Das Gold Rush Country hat seinen Ursprung in der Zeit des großen Goldrauschs um 1850. In dieser Zeit kamen ganz viele Glücksritter hier her. Die Zahl der Einwohner von Kalifornien wuchs sprunghaft. Die Menschen kamen aus der ganzen Welt um hier Gold zu finden.Die Orte, durch die man auf dem Highway 49 fährt, zeigen alle noch ein bisschen von dieser Zeit. Das Städtchen Columbia hat seinen damaligen Stadtkern erhalten. Viele Häuser aus der Zeit sind noch da, wurden nett renoviert und geben jetzt eine Westernstadt für die Touristen ab. Im Sommer bestimmt die Hölle, aber jetzt ganz nett. Sie haben mit gutem Erfolg die Balance zwischen Kitsch und Information gefunden.Der Weg führt durch schöne Landschaften, die immer ein wenig an die alten Western erinnern. Rinderherden auf weiten Wiesen. Ranches hinter weißen Zäunen. Pferde auf der Koppel.Wir haben echte Cowboys beobachten können. Sie sind in einem Fluss rumgeritten und haben Rinder getrieben. Richtig mit Yippi und Lasso und so.

Um euch mal ein bischen aus der Reserve zu locken und ein paar Reaktionen auf mein Geschreibsel zu bekommen: für den ersten und siebten Kommentar gibt es ein Mitbringsel.

Heute eine richtig schöne Wanderung weit weg von allen anderen Touristen, dafür mitten ins Bären Land.

Die Chilnuala Falls waren das Ziel. Der Trailhead befindet sich in Wawona, unweit vom Südeingang des Parkes. Von 1300m geht es auf einem Weg von ca. 8km hoch auf 2000m. Ganz schön anstrengend.Der Weg führt durch dichte Pinienwälder über Wiesen in felsiges Gelände auf ein kleinen Granitdome. Der Wasserfall ist in dieser Jahreszeit fast versiegt, aber man kann sich gut vorstellen wie es hier während der Schneeschmelze abgeht. Wunderschön ist die Einsamkeit. Wir sind den ganzen Tag über nur zwei anderen Paaren begegnet. Dafür haben wir einige Tiere gesehen. Von den Bären zum Glück nur die Spuren in Form von recht frischen Kackhaufen.Ein bisschen komisch ist das aber doch. Jedes lautere Rascheln erschreckt und einen Stock nimmt man auch freiwillig mit.Die Berglöwen (Puma) haben sich im übrigen auch rar gemacht. 
Am Abend dann ein gutes Essen im Hotel.
Dabei möchte ich noch erwähnen, dass ich den Service hier in den normalen Restaurants um Welten besser finde als bei uns.Sobald man an seinen Platz geführt wird, kümmern sich mehrere Kellner um einen. Die Kommunikation ist immer ausgesprochen freundlich und aufmerksam. Man merkt, dass es sich nicht um mehr oder weniger bemühte Studenten, sondern um Profis handelt. Klar ist das Vorstellen mit Namen, der Smalltalk, das Nachfragen ob es schmeckt oder ob man noch etwas wünscht nur Teil des Business, aber das macht nichts, es ist dennoch schön und man fühlt sich willkommen und als wichtiger Gast. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, wird man auch immer am Eingang begrüßt und erst wenn ein Platz frei ist und das Personal genug Kapazität hat an einen Platz geführt.
Morgen früh verlassen wir die tolle Tenaya Lodge und fahren weiter ins Gold Rush Country.

Heute waren wir im eigentlichen Yosemite Valley. Wirklich atemberaubend diese Landschaft oder wie man hier gerne sagt: Awesome !
Beim fahren ins Tal landet man, nach einem Tunnel, auf einem Parkplatz,von dem man einen ersten Überblick über das ganze Tal hat: El Captain, The Half Dome, Clouds Nest ….Diese überwältigenden Felsen rahmen das grüne Tal ein. Es sind die größte allein stehenden Granitfelsen der Welt. El Captain mit seinen mehreren hundert Meter langen senkrechten Felswänden und der Half Dome sieht aus wie ein riesiger halber Gugelhupf.Den Mirror Lake am hinteren Ende des Tales, den wir nach einen Spaziergang besichtigen wollten, gibt es wegen Wassermangels gerade mal nicht zu sehen. Auch die berühmten Wasserfälle sind fast alle versiegt.
Leider ist das Tal auch das meist besuchte der USA. Da es natürlich nur eine Strasse gibt, kommt es in der Hochsaison immer wieder zu Staus, sind die Parkplätze überfüllt und reicht die Infrastruktur vorn und hinten nicht. Glücklicherweise ist es jetzt nicht so schlimm, aber man braucht teilweise auch jetzt viel Gelassenheit um sich die Schönheit nicht kaputt machen zu lassen.Ich hab auch keine Idee wie man das besser gestalten könnte. 

Am Nachmittag dann zu Glaciers Point, einem Aussichtspunkt der unbeschreiblich ist. Vielleicht gibt das Bild ein kleinen Eindruck.

Der Sonnenuntergang des Urlaubs dann auf dem Weg zurück ins Hotel.

Den ersten Tag haben wir bei den Sequoias verbracht, den größten Lebewesen auf der Erde.Riesige, wunderschöne Bäume.Auf „unserer“ Seite des Parkes ist die Mariposa Grove, ein Wald, in dem sehr viele und besonders alte und große Exemplare der Sequoias stehen. Was für tolle Gewächse. Die Bäume haben eine große Würde. Wenn man überlegt, dass sie fast 2000 Jahre alt sind und was in ihrer Lebenszeit alles geschehen ist und wieviele Menschen-Generationen sie erlebt haben, dann ist man nicht nur physisch klein.In dem Wald und an den Bäumen findet man viele Brandspuren. Diese Brände werden heutzutage kontrolliert gelegt. Bis in die 60er Jahre hat man gemeint, dass Brände immer böse sind und hat diese mit aller Kraft unterbunden, bis man bemerkt hat, dass dadurch die Vermehrung der Sequoias stark behindert wird. Sie benötigen das Feuer. Zum einen damit die bodennahen Gewächse verschwinden, die den Keimlingen das Licht nehmen, und zum anderen, damit sich die Zapfen öffnen und die Samen heraus kommen können. Ein gutes Beispiel wie gut gemeinte Eingriffe des Menschen ungute Resultate zeigen können.

Das Fotografieren von 80m hohen Bäumen ist schwierig, deswegen immer nur halbe.
Am Abend gab es dann noch eine geführte Nachtwanderung. Nach einer langen Einführung in die Gefahren des Waldes und die Verhaltensregeln beim Treffen auf Bären oder Berglöwen, haben wir eine Spinne, zwei Fledermäuse und zwei grün leuchtende Augen im Wald gesehen.Der Sternenhimmel hier ist sehr gut zu sehen, es fehlt einfach das ganze Licht der Zivilisation.

Ein toller 50.Geburtstag, weit weg von zu Hause, in einer wundervollen Landschaft mit meiner lieben Eva. So macht das reifer werden Spaß.
Wir sind früh am Morgen aufgebrochen um in den Yosemite Nationalpark zu fahren. Die Strecke führt durch die Sierra Nevada, vorbei an Rinderherden, Pferden, durch kleine Orte in denen der Hund begraben ist. Einen Cowboy (Mann auf Pferd mit Hut) haben wir auch gesehen.Ein Wegweiser führte uns zu Devils Postpile, einem nationalen Monument. Leider war es ganz schön weit dahin und wir mussten eigentlich gleich wieder umdrehen, um unseren Zeitplan einhalten zu können. Wieder mal die Entfernungen unterschätzt. Bei dem Monument handelt es sich um große Basaltsäulen in einer schönen Landschaft. Könnte man sicher gut erwandern….Weiter über den Tiogapass in den Park. Der Pass schraubt sich auf 2500m und gibt schon erste Einblicke auf das was einen erwartet. Man könnte alle paar Meter anhalten um einen neuen Ausblick zu bewundern und Fotos zu machen.Unser Hotel befindet sich am Südausgang in Fish Camp und wir mussten den ganzen Park durchqueren, was auf den engen, kurvigen, bergauf, bergab Straßen ein ziemlich langer, weiter Weg war. Aber wir sind pünktlich um 5 im Hotel gewesen. Beim Einchecken wurde ich mit einer Geburtstagskarte überrascht und wir haben sicher ein besonders schönes Zimmer bekommen (@GM: Danke für den Tipp mit Facebook).Eva hat in einem nahegelegenen Restaurant einen Tisch gebucht. Es gab einen Strauß Blumen, Karte, Ständchen von der Waitress und eine Torte mit Kerzen. Sehr schön. Danke !Das Essen war auch Klasse. Zur Feier des Tages mal nichts veganes, sondern ein Cowboy-Ribeye-Steak.Hier gibt es ein Yosemite Hefeweizen. Bericht dazu folgt.

Am letzten Abend haben wir uns spontan noch eine Show angesehen. War echt ein Schnäppchen. Wir haben nur mal gefragt, und sie haben uns richtig gute Plätze für einen sehr günstigen Preis gegeben. Diese Shows sind wirklich phantastisch. Der technische Aufwand, der für die Performance getrieben wird, ist unglaublich und von normalen Theatern einfach nicht zu leisten. Es ist alles, von der Bühne bis zum Raum, auf diese eine Inszenierung zugeschnitten.

 

Nach Vegas fühlte sich das Land irgendwie leer an !
Wir sind auf direkten Weg zum Tal des Todes gefahren, vorbei an Militäranlagen (Nevada Testing Area, die Strahlung ist angeblich nicht höher als anders wo), einem Staatsgefängnis (Mitnahme von Trampern verboten), einer Area51-Servicestation (Aliens aus Pappe) und einem Puff in der Einsamkeit (fully nude girls are in) .Das Death Valley ist ziemlich unbeschreiblich. Dort sind es auch nicht einzelne Attraktionen die begeistern, sondern die Gesamtheit der Landschaft, die unglaubliche Weite, die wir in Deutschland nirgends so haben.Da ist zB. Devil’s Golf Course, eine POI zu dem man eine Meile über eine unbefestigte Strasse fährt. Die Gegend rings um sieht aus wie ein frisch gepflügtes Feld. Am Ende des Weges ein Park- bzw. Wendeplatz. Die Erdschollen entpuppen sich als „Salzblasen“. Steinhart, voller Salzkristalle, in der Sonne knisternd. Das wirklich atemberaubende daran sind die Dimensionen. Dieser Acker erstreckt sich bis zum Horizont, wo die hohen Berge beginnen. Der erwähnte Parkplatz verschwindet fast darin.
Weiter zum tiefsten Punkt der USA. 85m unter Null. Ein ausgetrockneter Salzsee. Weißer Boden, bei näherem Hinschauen voller Kristalle. Es ist heiß und die Sonne knallt herunter. Wir hatten nur 37 Grad , aber im Sommer werden es hier bis zu 55. 
Am Abend mussten wir noch nach Lone Pine (richtig im Wilden Westen). Da wir nur ungern bei Dunkelheit durch den Park fahren wollten, haben wir einige der Attraktionen ausgelassen. Getreu dem Motto unserer Reise: Wir verpassen nichts oder Alles.