Wir wohnen in Princetown im Pub. Nicht im Gastraum sondern die betreiben noch ein B&B.In der Stadt ist das berühmte Dartmoor Prison. Es ist immer noch in Betrieb und sieht ziemlich schauerig aus. Jetzt sind da 600 Häftling. Zu der Hochzeit des Ladens waren es 10000. 

Gestern Abend waren waren wir wieder mal bei einem Fest. Cider and Ale Festival. Die hatten über 25 Sorten Cider und 15 Ales aufgefahren. Ein recht kleines Dorffest ohne Touristen ausser uns. Am späten Abend spielte eine wirklich tollen Band zum Tanz.Heute dann eine etwas größere Wanderung an einem kleinen Fluß entlang, durch einen Wald und über das typische Moorgelände. Gemeinsam mit den üblichen Tieren und über ihre Hinterlassenschaften.

Heute erreichten wir die vierte Station unserer Reise, das Dartmoor! Bekannt für den Hund von Baskerville und Arthur Conan Doyle, bzw. Sherlock Holmes.
Unsere Herbergsmutter von Tremorran, meinte zwar, es könnte ein Problem geben, an diesem Wochenende ein Quartier haben zu wollen, da am Montag ein Bank Holiday ist und eben auch die Engländer ein verlängertes Wochenende haben und alle wegfahren.
Dennoch beschlossen wir erstmal loszufahren und in Tavistock im Tourist Centre nachzufragen. Dort auch erstmal die Aussage: „komplett ausgebucht“ das Dartmoor! Und Tavistock sowieso. Er wolle aber was versuchen und wir sollten in einer Stunde wiederkommen. Wir drückten uns auf dem Tavistock Markt herum und schüttelten erst mal den Parkplatzsuch-Stress ab.
Man freut sich über die öffentlichen Parkplätze, die recht depperles gerecht ausgeschildert sind! Auf den zweiten Blick sind die aber rappelvoll, es ist nervtötend eng, alle fahren sie auf der falschen Seite (immer noch), jeder rangiert irgendwie herum und dazwischen schleichen und kugeln noch die Fußgänger herum … und für jede Lücke stehen schon zwei bis drei parkwillige Autos Schlange. Spätestens jetzt stellt man sich die Frage, ob man nicht einfach woanders hin fahren will.
Auch als Beifahrer komme ich ins schwitzen und bin froh als wir endlich in einer Lücke verräumt sind.
Zur Touristinformation zurückgekehrt hatte „er“ ein B&B für eine Nacht aufgetan. Was wir natürlich dann nicht wollten. Dann begänne morgen die Sucherei schon wieder. Ich ….also ich habe dann ein weiteres Dörfchen in der Mitte des Moores ins Spiel gebracht… Und auf einmal fiel ihm ein, es gäbe es dort einen Pub mit Zimmern …ein Anruf dort genügte. Na warum nicht gleich so….?

Tate Galerie. Was für ein wunderbarer Ort. Draußen tobt das touristische Leben und hier ist die Kunst zu Hause. Keine Frage wo wir sind. Um die Entscheidung noch schwerer zu machen, haben sie solche Ausblicke eingebaut.

Heute morgen mussten wir schon wieder aus unserem schönen Quartier ausziehen, weil es vorgebucht war. Haben aber schnell was Neues gefunden. Am Wochenende ist Bank-Holiday, da wird es bestimmt etwas schwieriger mit der Quartiersuche.Vormittags stand der Besuch in einer alten Zinn Mine an. Dieser Teil von Cornwall hat angeblich die höchste Dichte an Minen in Europa. Allerdings sind diese seit den 1990 er Jahren nicht mehr in Betrieb. Die Mine in Genvor ist heute ein Industrie Denkmal. Ganz interessant. Die haben Stollen bis zwei Kilometer unters Meer getrieben und sind dabei über 500 Meter tief gekommen.
In der Nähe sind auch noch die Schornsteine und anderen Reste einer viel älteren Anlage zu besichtigen.

Der westlichste Punkt Englands.Direkter Weg nach New York.
Vor ein paar Jahren hat der National Trust versucht das Gelände zu kaufen. Leider erfolglos. Den Zuschlag bekam irgendein Finanzheini. Jetzt gibt es hier einen Funpark mit Liveshow , Kindervergnügung, Shops usw.Glücklicherweise muss man nur dran vorbei und der Zugang zur Küste ist frei.

Die ganze Küste hier ist voller Wracks. Kann man sich gut vorstellen, bei den vielen vorgelagerten Riffs und Klippen, dass die Seefahrer es nicht leicht hatten. Gut für die Einheimischen, die haben teils davon gelebt, die Wracks auszuräumen oder das Treibgut einzusammeln.Von einem Dampfer sind noch Reste zu sehen.

Das Internet ist hier sehr weitmaschig geknüpft.
Am Dienstag haben wir unsern Seat Leon in Empfang genommen. Alles gut, wir müssen jetzt nur immer dran denken, auf der falschen Seite zu fahren. Ist eigentlich ganz einfach, nur beim Rechtsabbiegen muss man sehr aufpassen, damit man nicht auf der falschen Seite landet.
Hier in Cornwall ist deutlich mehr los als auf unserer kleinen Insel. Komisch, sobald man sich auf den Wanderwegen befindet ist man ziemlich allein, aber in den Orten ist die Hölle los. Autos über Autos, keine Parkplätze, naja, so wie man es eigentlich gewohnt ist.

Die erste Nacht haben wir in eine Farm-B&B verbracht. Ganz in der Nähe von St.Ives.
Den Besuch in dieser, wohl sehr schönen Stadt, haben wir nach 20min. Parkplatzsuche aufgegeben und sind statt dessen zum Mount Michael gefahren.
Das ist der Vorteil aber auch der Fluch eines Mietwagens im Urlaub. Man kann schnell mal eben irgendwo hin fahren, und vergurkt dabei ewig viel Zeit unterwegs und beim Suchen des richtigen Weges.
Am Abend, nach einem leckeren Pub-Food gab es dann im Kino den Sonnenuntergang. Besonders schön fand ich die Nebelhörner des benachbarten Leuchtturms.

Auf dem Rückweg nach Penzance, nach einem, wieder sehr erlebnisreichen Vormittag.Wie geplant sind wir mir dem Blue Hunter, dass ist das Boot des Käptens, der mit dem Hall Hotel zusammen arbeitet, zu den Ester Islands gefahren, um dort die Seals zu beobachten. Und wieder zeigt sich, dass weder Biologieunterricht noch diverse Dokumentarfilme etwas genützt haben. Ich habe keine Ahnung, ob es sich um Seehunde oder Seelöwen handelt, nur Seepferde sind es keine. Die lustigen Viecher waren auch in großer Zahl am vereinbarten Ort und haben uns mit allerlei Späßen erfreut. Besonders süüüssss war ein Baby-Seal, welches uns neugierig aus seinen großen, runden Augen angeschaut hat. So cute, amazing, awesome.Außer den Seedingern waren noch diverse Vögel zu beobachten. Insgesamt ein lohnender Ausflug. Anschließend mussten wir noch drei Stunden rumbringen, was mit einer letzten Wanderung und einem Lunch schnell erledigt war. Eva hat sich auch bei ihren federigen Freunden verabschiedet. Ein letzter Besuch im Hotel zum Gepäck abholen und reisefein machen.Mittlerweile wieder in Penzance im Union Hotel. Ein ehrwürdiger alter Kasten der seine höchste Stunde am Ende der Trafalgar Schlacht hatte, als hier der Sieg und der Tod Admiral Nelsons verkündet wurde.

Heute der vorletzte Tag auf unserer Insel. Wieder ein wunderschöner Sommertag. Der Regen hat sich gestern am frühen Abend verzogen. Die Überfahrt auf die Insel St.Agnes (Aggy Fest) war aber durchaus etwas welliger als die bisherigen Bootstouren.
Begonnen haben wir den Tag mit einer Wiederholung des Spaziergangs um das Star Castle, die Wehranlage von St.Marys. Gestern, bei Wind und Regen, war das doch nicht ganz so schön. Wobei, der Tee im Star Castle Hotel hat so noch besser geschmeckt.
 Heute sind wir bei schönstem Sonnenschein nach Bryher geschippert. Ein kleines Inselchen welches in zwei Stunden umrundet ist. Jeder Ausblick noch etwas spektakulärer als der Vorhergehende. Eva hätte heute ein schönes Filmchen bei der Pannenshow einreichen können. Storyboard: Das felsige Ufer, Eva, die Welle, die etwas grössere Welle, die ganz grosse Welle, …. 
Morgen dann die Abschlusstour an die Inseln etwas weiter draussen, wo die Seals und Seabirds wohnen. Am Nachmittag geht es dann zurück nach Penzance.

Es gab Rückfragen zur Tiefe der bisher eingetretenen Urlaubsentspannung :

Hübsches kleines Dorffest auf der Wiese. Bier aus Plastebechern, aber 7 verschiedene Sorten, Barbecue, die Bühne auf einem alten Traktorhänger, die Wiese vom Regen aufgeweicht.
Let’s wait for the music,  maybe it’ll be the next Woodstock.